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Das regionale „Bündnis gegen Depression Hildesheim Peine Gifhorn"

Ziele des Bündnisses

Der gemeinnützige Verein "Deutsches Bündnis gegen Depression e.V.verfolgt unter dem Dach der Stiftung Deutsche Depressionshilfe die Ziele, die

  • gesundheitliche Situation depressiver Menschen zu verbessern,
  • das Wissen über die Krankheit in der Bevölkerung zu erweitern,
  • Suiziden vorzubeugen.

Zahlreiche Städte und Landkreise  haben sich dem Bündnis angeschlossen und engagieren sich entsprechend erfolgreich auf lokaler Ebene. Seit 2012 auch das regionale Bündnis Hildesheim und Peine, als 4. Bündnis in Niedersachsen von derzeit 76 Bündnissen in Deutschland.Seit 2013 auch gemeinsam mit der Stadt Gifhorn.

Auf unserer regionalen Internetseite finden Sie :

  • ausführliche Informationen  zur Geschichte und  den Zusammenhängen unter: "Das Bündnis Hildesheim und Peine"
  • Die Schwerpunktarbeitsgruppen  
    "AG Hildesheim / AG Peine / AG Gifhorn "
  • Hilfsangebote der Regionen unter "Hilfe finden"
  • Hinweise auf Veranstaltungen zum Thema unter "Veranstaltungen"
  • Wenn Sie bei uns mitmachen und/oder uns unterstützen wollen, finden Sie dazu Hinweise unter "Mitmachen"
  • unter "Presse" finden Sie eine ausführliche Presseinformation  und ein regionales  Pressearchiv mit Artikeln aus Peiner und Hildesheimer Zeitungen

 

Bitte beachten Sie: im Fall einer Erkrankung oder des Verdachts auf eine Depression ist das Gespräch mit einem Arzt  oder  Psychologen unverzichtbar.


1. Das „Nürnberger Bündnis"

Im Rahmen eines Forschungsprojektes des Bundesministeriums für Forschung und Wissenschaft wurde 2001 das Nürnberger Bündnis gegen Depression initiiert. Mit einem 4-Ebenen-Aktionsprogramm sollte im Verlauf von drei Jahren eine Verbesserung der Behandlung und Versorgung depressiv erkrankter Menschen erreicht werden:

  • bessere Kooperation mit den Hausärzten, da sie meist die erste Anlaufstelle sind
  • eine professionelle und breit angelegte Öffentlichkeitskampagne zur Aufklärung und Entstigmatisierung (Fremd- und Selbststigmatisierung)
  • Kooperation mit geschulten Multiplikatoren bei Institutionen wie der Kirche, der Polizei, bei Behörden, in Schulen, in Altersheimen, Betrieben etc.
  • verbesserte Angebote für Betroffene und Angehörige

Das Bündnis konnte nachweisen, dass in Nürnberg bereits nach zwei Jahren die Rate von Suizidhandlungen (Suizide und Suizidversuche) um 24% und nach drei Jahren um über 30% zurückgegangen war.

Zum Vergleich: in Würzburg als Vergleichsregion gab es im gleichen Zeitraum einen leichten Anstieg der Zahlen.

Darüber hinaus konnte nachweislich eine Verbesserung der Versorgung und Behandlung depressiv erkrankter Menschen erreicht werden.

Allerdings werden in Deutschland leider immer noch nicht alle Patienten frühzeitig und nach den derzeitigen Standards der Depressionsbehandlung entsprechend versorgt.
Nach Schätzungen werden ca. 70% der Suizidhandlungen im Rahmen einer depressiven Erkrankung begangen.
Allein die immensen Krankheitsfolgekosten durch AU-Tage, vorzeitige Renten etc. liegen nach dem Report der Barmer/GEK und der Allianz 2011 mittlerweile bei ca. 2 Milliarden Euro.

 


 

2. Das „Deutsche Bündnis"

Das erfolgreiche und wissenschaftlich validierte Konzept und die erprobten Materialien der Nürnberger Kampagne wurden seit 2003 mit der Gründung des „Deutschen Bündnis gegen Depression e.V." mit seinem jetzigen Sitz an der Universität Leipzig (Prof. Dr. Hegerl, Frau Dipl.-Psych. Heinz), in weiteren Regionen erfolgreich angewendet und auch weiterentwickelt. Mittlerweile haben sich auch andere europäische Staaten dem Bündnis angeschlossen.

Sie erreichen das deutsche Bündnis unter www.buendnis-depression.de

Der gemeinnützige Verein „Deutsches Bündnis gegen Depression e.V." verfolgt unter dem Dach der Stiftung Deutsche Depressionshilfe das Ziel

  • das Wissen über die Krankheit in der Bevölkerung zu erweitern,
  • Suiziden und Suizidhandlungen vorzubeugen,
  • die gesundheitliche Situation depressiver Menschen zu verbessern.

Zahlreiche Städte und Kommunen haben sich dem Bündnis angeschlossen und engagieren sich auf lokaler Ebene. Mittlerweile auch in anderen europäischen Ländern.


3. Das regionale „Bündnis Hildesheim und Peine"

Als vierte Region in Niedersachsen (und 72. bundesweit) haben die Städte und Landkreise Hildesheim und Peine im März 2012 ein gemeinsames Bündnis gegen Depression gegründet.

Das Bündnis gegen Depression Hildesheim und Peine wird ab 2012 für die nächsten 5 Jahre über das oben erwähnte 4 Ebenen-Aktionsprogramm seine aktive Arbeit aufnehmen.

deutsches-buendnis-gegen-depression-logoDie Kernbotschaften des Bündnisses lauten:

  • Depression kann jeden treffen
  • Depression hat viele Gesichter
  • Depression ist behandelbar

Träger des Bündnisses Hildesheim und Peine ist eine gemeinsame Projektgruppe des Sozialpsychiatrischen Verbundes Hildesheim mit dem Landkreis Peine.

Neben zahlreichen ambulanten und stationären Einrichtungen und Angebotsträgern der psychiatrischen Versorgung gehören dem Bündnis die Kassenärztliche Vereinigung, die AOK, die Universität und die Fachhochschule, Kirchengemeinden und Krankenhausseelsorger, Mitarbeiter der Agentur für Arbeit und der Jobcenter, der Sozialdienst von Bosch, Hausärzte, Fachärzte, Psychotherapeuten, Betroffene der Selbsthilfe und Angehörige sowie weitere Interessierte an.
Derzeit haben wir 102 Bündnismitglieder.

Eine Kooperationsvereinbarung zwischen Hildesheim und Peine regelt deren  Zusammenarbeit während der Kampagne.

Im Februar 2015 hat sich der gemeinnützige Verein zur Förderung der öffentlichen Gesundheitspflege Bündnis gegen Depression Hildesheim e.V. gegründet .

Es bestehen weiterhin Kooperationsvereinbarungen mit dem Landkreis Peine.

Diese Vereinbarungen sowie der Kooperationsvertrag mit dem Deutschen Bündnis in Leipzig wurden im Dezember 2011 unterschrieben. Mit diesem Vertrag werden neben den Kosten der Kampagne, vor allem das Überlassen des Konzeptes, die Verfügbarkeit über die umfangreichen validierten Materialien, die Schulungen der Mediatoren sowie die professionelle Begleitung und Unterstützung seitens des Deutschen Bündnis für unsere Region geregelt.

Derzeit gibt es neben der gemeinsamen Koordinationsgruppe Hildesheim und Peine sowie den regionalen  Steuerungsgruppen acht weitere themenspezifische Arbeitsgruppen: 

  1. Depression im höheren Lebensalter:  Gruppe Peine
  2. Depression im Kindes- und Jugendalter: Gruppe Hildesheim, Gruppe Peine,
  3. Depression und Arbeitswelt: Gruppe Hildesheim, Gruppe Peine
  4. Depression und Freizeit (Hildesheim),
  5. Depression und Selbsthilfe (Peine) ebenfalls Hildesheim
  6. AG Versorgungsstrukturen und Behandlungszugänge: Gruppe Hildesheim, Gruppe Peine
  7. gemeinsame AG zur Evaluation der Kampagne für unsere Region mit der Universität Hildesheim und der HAWK-Hildesheim.

 Die Arbeitsgruppen stellen sich ausführlicher unter dem Punkt AG in Hildesheim bzw. AG in Peine vor. Hier finden Sie ebenfalls die Areitsgruppen für Gifhorn.   

 


 

4. Die derzeitigen Koordinatoren und Ansprechpartner

Die Koordination für das Bündnis übernehmen derzeit in Peine:          

Herrmann Spörl, Tel. 05171/4017016 (Dipl.-Sozpäd. Gesundheitsförderung beim Gesundheitsamt Peine)

Träger des Bündnisses ist in Peine der Landkreis Peine organisiert über das dortige Gesundheitsamt.

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in Hildesheim:

Klaus-Michael Gatzemeier, Tel. 05121/3091761 (Dipl.-Psych. PPT/ FD Gesundheit/ Sozialpsychiatrischer Dienst Landkreis Hildesheim)

Ulf Zimmermann, Tel. 0151-46603302 (Fachkrankenpfleger Psychiatrie /  Eingliederungshilfe Daheim statt Heim )

beide gehören dem Vorstand des gemeinnützigen Vereins "Bündnis gegen Depression Hildesheim e.V."  an, der für die Region Stadt und Landkreis Hildesheim seit Februar 2015 die Trägerschaft übernommen hat. 

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5. Die Schirmherrin und Schirmherren des Bündnisses Hildesheim und Peine

Dr. med. Martina Wenker

Reiner Wegener

 ANÄ - Prof. Dr. J. Sorge

Dr. Martina Wenker

Fachärztin für Innere Medizin

Präsidentin der Ärztekammer

Niedersachsen und

Vizepräsidentin der

Bundesärztekammer          


Landrat a.D. Reiner Wegner

Landkreis Hildesheim

Prof. Dr. med. Jürgen Sorge


Facharzt für Anästhesiologie

Ärztlicher Direktor des

Klinikums Peine